Kategorie-Archiv: WiM

„Wohnen ist Menschenrecht“ fordert Signal für Mietenstopp!

Auf ihrer Jahresversammlung am 24.4.17 beriet die Bürgerinitiative Wohnen ist Menschenrecht (WiM), die vor 11 Jahren den ersten erfolgreichen  Bürgerentscheid in Freiburg zur Verhinderung des bereits beschlossenen  Verkaufs der städtischen Wohnungen initiiert hatte, über Möglichkeiten den galoppierenden Mietpreisen in Freiburg entgegenzuwirken. Sie bekundete insbesondere ihre Solidarität mit den 1800 Mietern der Freiburger Stadtbau  GmbH (FSB), denen vor wenigen Tagen eine Mieterhöhung bis zu 15% zuging. Die Erhöhung wird von der FSB als „notwendige Anpassung“ begründet. „Notwendig“ wurde diese Erhöhung allerdings nicht wegen einer finanziellen Notlage der FSB, schließlich erwirtschaftete sie im vergangenen Jahr einen Bilanzgewinn von vermutlich mehr als 6 Millionen Euro. Vielmehr folgt die FSB einem vor vielen Jahren erfolgten Mehrheitsbeschluss des Gemeinderates, der eine solche Angleichung der Mieten in den städtischen Wohnungen an den  Mietspiegel vorschreibt. WiM macht darauf aufmerksam, dass jede Erhöhung der FSB-Mieten erfahrungsgemäß private und kommerzielle Vermieter zu Mietsteigerungen in ganz Freiburg ermuntert. Gleichzeitig führen die  Mieterhöhungen bei den städtischen Wohnungen zu einer Anhebung der  Richtwerte im Mietspiegel, die wiederum zu weiteren Mieterhöhungen „berechtigt“. „So gehen die Mieten der FSB durchaus alle Freiburger Mieterinnen und Mieter etwas an“, sagt Bernd Wagner von WiM und bekräftigt die Forderung des FSB-Mieterbeirats nach einem Mietenstopp. „Der Gemeinderat muss den mietentreibenden Beschluss endlich aufheben und damit ein Beispiel für stabile Mieten in Freiburg setzen“, fordert Anne Reyers und ermuntert besorgte Mieterinnen und Mieter bei ihren Gemeinderäten vorstellig zu werden und sie zur Rücknahme des Beschlusses aufzufordern.

WiM-Mitgliederversammlung am 24.04. um 20 Uhr

Wann: 24. April 2017 um 20Uhr
Wo: im Stadtteilbüro des Forum Weingarten

vorgeschlagene Tagesordnung

1. Begrüßung
2. Genehmigung der Tagesordnung
3. Bericht des Vorstandes
4. Bericht der Kassenfrau/Bericht der Kassenprüfung
5. Entlastung der Kassenfrau
6. Diskussion Wie stehen wir zu Dietenbach? Was wollen wir?
7. Sonstiges

Video

Mitschnitt „Quo vadis bezahlbare Mieten in Freiburg?“ – Mieten runter – Für eine soziale Stadt(bau)!

den Mitschnitt könnt ihr bei youtube nach schauen!

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https://youtu.be/oqd46Ed8kR0

Quo Vadis? – Bezahlbares Wohnen – Dietenbach, 50%-Quote, Zweiter neuer Stadtteil, Nachverdichtung – Was ist die Lösung?

WiM ist sehr besorgt über Meldungen, dass der aktuelle Mietspiegel fehlerhaft erstellt worden sei

Die Bürgerinitiative Wohnen ist Menschenrecht e.V. (WiM), die 2006 den erfolgreichen Bürgerentscheid für den Verbleib der Freiburger städtischen Wohnungen bei der Freiburger Stadtbau GmbH initiierte, fordert eine konsequente Überprüfung der Vorwürfe, der aktuelle Mietspiegel sei fehlerhaft erstellt worden. Die Bürgerinitiative, die dem Mietspiegel auch aus anderen Gründen stets skeptisch gegenüberstand, erwartet, dass die politisch Verantwortlichen die Sachlage unter Beteiligung neutraler Expertise schnellstens klären und die derzeitig stattfindende Aktualisierung des Mietspiegels bis zur vollständigen Klärung der Bedenken aussetzt. Wohnen ist Menschenrecht hat in dieser Angelegenheit auch den Mieterverein Regio Freiburg und den Badischen Mieterring angeschrieben mit dem Ziel, dass sich alle drei Organisationen absprechen und die Interessen der Freiburger Mieterinnen und Mieter gemeinsam und koordiniert artikulieren und vertreten.

Die BI Wohnen ist Menschenrecht vertritt die Auffassung, dass im Falle der Bestätigung des Verdachtes einer fehlerhaften Erstellung des aktuellen Mietspiegels die betroffenen Mieterinnen und Mieter die zu viel gezahlten Mieten erstattet bekommen müssen. „Auch wenn dieser Anspruch vielleicht rechtlich nicht durchsetzbar sein sollte, halten wir dies moralisch und politisch für unabdingbar. Dass Freiburgs Mieterinnen und Mieter bei ohnehin viel zu hohen Mieten in unserer Stadt vielleicht auch noch aufgrund eines fehlerhaften Mietspiegels doppelt bestraft werden und zusätzlich überhöhte Mieten zahlen müssen, ist nicht hinnehmbar“, so Elisabeth Lauck-Ndayi vom WiM-Vorstand.