Hausbesetzung in Freiburg – Signal drängender Wohnungsnot

Die Bürgerinitiative Wohnen ist Menschenrecht e.V. solidarisiert sich mit den Aktivisten der „WG-Wohnraum Gestalten“, die mit der Besetzung des leer stehenden Hauses Guntramstraße 44 auf die drängende Situation von Wohnungssuchenden in Freiburg aufmerksam machten. Die besetzte Wohnung musste nach drastischen Schikanen des Vermieters von den Mietern verlassen werden, wie einige der früheren Bewohner mitteilten. Wie viele der Stühlinger Mieterinnen und Mieter begrüßt die Bürgerinitiative die Besetzung als geeignete Maßnahme, der Debatte in Freiburg über bezahlbaren Wohnungsraum weitere Impulse zu geben. Freiburg braucht dringend Wohnungen für Menschen mit niedrigem und normalem Einkommen sowie Studierende. Es ist nicht akzeptabel, wenn gleichzeitig Wohnungen über Monate oder gar Jahre leer stehen.
Die Verdrängung von Mietern aus ihren Wohnungen ist nicht nur im Stühlinger ein Problem. Auch in anderen zentrumsnahen Quartieren führt deren steigende Attraktivität dazu, dass gewachsene Bewohnerstrukturen infolge aufwändiger und Luxus-Sanierungen und horrender Mietsteigerungen aufgelöst werden. „Wenn wir künftig nicht ‚reiche‘ und ‚arme‘ Stadtteile in Freiburg haben wollen, muss dieser Entwicklung durch soziale Erhaltungssatzungen und  Mileuschutzregelungen entgegengewirkt werden“, fordert Bernd Wagner vom Vorstand der Bürgerinitiative. Darüber hinaus seien auch der Zukauf von Altbau in den Bestand der Stadtbau und die Unterstützung von Aufkäufen durch das sozial ausgerichtete Mietshäusersyndikat geeignete Möglichkeiten in den Händen der Stadt den Charakter der Freiburger Stadtteile zu erhalten.

Keine Mieterhöhungen bei der Freiburger Stadtbau

Protest im Rahmen der Aufsichtsratssitzung:
Treffen am Donnerstag dem 14. Juni 2018, 15:30h am Rathausplatz

Liebe Freiburgerinnen und Freiburger!

Heute (Do. 14.6..18) ab 16 Uhr tagt in der Gerichtslaube hier am Rathaus der Aufsichtsrat der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB). Die FSB ist die Wohnungsgesellschaft der Stadt Freiburg. Wenn die ihre Mieten erhöht, betrifft das nicht nur die FSB-Mieten. Über den Mietspiegel hat das Auswirkungen auf alle Mieterinnen und Mieter in Freiburg. Wir halten daher einen Mietstopp für mindestens drei Jahre bei der FSB für notwendig – als öffentliches Zeichen der Stadt, dass Mieten nicht in den Himmel wachsen dürfen. Der über ein Jahrzehnt alte Beschluss des Gemeinderates, die FSB-Mieten an den Mietspiegel anzugleichen, muss endlich widerrufen werden! Heute, so fürchten wir, soll der FSB-Aufsichtsrat im Rahmen der Finanzplanung auch über Mieterhöhungen in den Jahren 2018-19 beschließen.

Wir fordern den FSB-Aufsichtsrat auf heute keinerlei Vorentscheidungen über Mieterhöhungen bei der Freiburger Stadtbau zu beschließen! Weiterlesen

Entscheidung über Mieterhöhungen bei der Freiburger Stadtbau ohne den neuen OB?

Protest im Rahmen der Aufsichtsratssitzung: Treffen am Donnerstag dem 14. Juni 2018, 15:30h am Rathausplatz

Auf der bevorstehenden Aufsichtsratssitzung der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) am 14. 6. 18 sollen unserer Information nach auch Entscheidungen über Mieterhöhungen in den Jahren 2019-2020 getroffen werden, versteckt im Tagesordnungspunkt „Bilanz und Prognose-Bericht“. Die Bürgerinitiative Wohnen ist Menschenrecht hält ein solches Vorgehen kurz vor der Amtsübernahme des neuen Oberbürgermeisters Martin Horn für mehr als schlechten Stil und fordert die FSB, den Aufsichtsrat sowie die Stadt auf, über Mieterhöhungen der FSB bei der genannten Sitzung nicht zu entscheiden. Weiterlesen

Liebe Mitglieder der Initiative „Wiehre für Alle“

Gestern berichtete die Badische Zeitung, dass die Wohnungspreise in Freiburg nach wie vor steigen – wegen steigender Baukosten! Diese Nachricht alleine macht bereits deutlich, dass auch die von der Familienheim geplanten Neubauwohnungen in der Quäkerstraße „notwendigerweise“ deutlich teurer werden würden, als die in den durchaus sanierungsfähigen jetzigen Häusern. Diese Planung kann nicht im Interesse der jetzigen Mieterinnen und Mieter sein. Und sie widerspricht der Satzung der Familienheim, die sich die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums zum Ziel gesetzt hat. Wir begrüßen, dass sich die Mieterinnen und Mieter der betroffenen Häuser zu einer Initiative zusammengeschlossen haben und sich gemeinsam gegen die Bedrohung ihres Quartiers wehren. Da Mietsteigerungen bei Ihnen über den Mietspiegel Auswirkungen auf das Mietenniveau in ganz Freiburg haben würden, hat Ihr Kampf durchaus Bedeutung über die Quäkerstraße hinaus!

Sich wehren kann erfolgreich sein, wie wir mit der Initiierung des Bürgerentscheides gegen den Verkauf von 9000 städtischen Wohnungen der Freiburger Stadtbau in 2006 unter Beweis gestellt haben. Wir wünschen Ihrer Initiative, dass auch Sie Ihren Widerstand gegen die Zerstörung erhaltenswerten Wohnraumes mit Erfolg krönen können und werden in unserem Einflussbereich für Solidarität mit Ihrem Kampf werben.

Bürgerinitiative Wohnen ist Menschenrecht e.V.

Bernd Wagner
(für den Vorstand WiM)

Freiburg, den 03. März 2018

30. Mai – Einladung zum Mietengespräch

„Wohnen ist Menschenrecht“ fordert Signal für Mietenstopp!