Wohnen ist keine Ware – Wohnen ist Menschenrecht

Veranstaltungen zu 20 Jahre Verhinderung des Stadtbau-Verkaufs

Feier, Austausch, Ausstellung, Diskussionen, Veranstaltungen 5. November – 18. November

Mehr Infos zu den Veranstaltungen aufs schwarze Dreieck klicken!

Film Brunapark | Mi. 4.11. 19 Uhr Kommunalen Kino Urachstr. 40

Brunaupark, Zürich: Fünf Wohnkomplexe, 405 Wohnungen. Die Pensionskasse der Credit Suisse plant einen Neubau und kündigte der Hälfte der Mieterinnen und Mieter. Während viele die Siedlung verlassen, harren einige aus. Über drei Jahre begleitet der Film diese Menschen in der Ungewissheit und erzählt vom schleichenden Wandel dieses Lebensraums.

Ausstellung: Wohnen im Umbruch-Ein Zuhause für Alle! | 5.11. – 8.11. 2026 im Weingut Dilger Urachstraße 3

Diese Ausstellung beleuchtet die aktuellen Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt aus der Perspektive betroffener Menschen – Menschen in Umbruchsituationen. Wenn sich die Lebenssituation verändert, verändern sich auch die Bedarfe beim Wohnen. Der Auszug aus dem Elternhaus, Familiengründung, Trennung, Eintritt in den Ruhestand, hohes Alter und Pflegebedürftigkeit – dies sind biografische Umbrüche zu denen der Wohnungsmarkt selten passende Angebote macht. Steigende Mieten, Wohnungsknappheit und soziale Ungleichheit führen dazu, dass Menschen in Wohnverhältnissen leben, die nicht zu ihrer Lebenssituation passen.
Die Ausstellung zeigt, mit welchen Instrumenten Politik, Stadtplanung und Gesellschaft darauf reagieren können und lädt dazu ein, Visionen für ein bezahlbares, zugängliches, bedarfsgerechtes und ressourcenschonendes Wohnen zu entdecken. Finden Sie Inspiration, Denkanstöße und mögliche Wege hin zu einem Zuhause für Alle!

Eröffnung der Ausstellung mit Nicola Roth von der Friedrich-Ebert-Stiftung | Mi. 5.11. 18 Uhr Weingut Dilger Urachstraße 3

Gedanken zu 20 Jahre Verhinderung Stadtbau Verkauf Prof. Günter Rausch und Walter Krögner

Das rote Wien-der Wiener Gemeindewohnungsbau ein Beispiel für Freiburg? | Do. 6.11. 18 Uhr Weingut Dilger Urachstraße 3

Susanne Dorer (ver.di), Alexander Kauz (IGM) und Werner Siebler (DGB SV) berichten über ihre Erfahrungen bei einem Wien Besuch

Eine Veranstaltung des DGB Stadtverbandes Freiburg

Wie wollen Wohnungslose wohnen? | Sa. 7.11. 14 Uhr Weingut Dilger Urachstraße 3

Prof.in Nina Wehner von der Evangelischen Hochschule/Freiburg und Dr. Thomas Becker, Ombudsmann für Wohnungslose, stellen eine Untersuchung an der EH und das Pilotprojekt ZuhauseWagen zu Bauwagen für Obdachlose vor.

Wie weiter in Freiburgs Mietenbewegung? | Mo. 9.11. 19 Uhr Weingut Dilger Urachstraße 3

Zum Abschluss der Ausstellung „Wohnen im Umbruch“ sprechen wir darüber, wie die Mieter*innenbewegung in Freiburg mehr Einfluss gewinnen kann.

Fest: 20 Jahre Verhinderung des Verkaufes der Freiburger Stadtbau | Do. 12.11. 18 Uhr Mehrgenerationenhaus EBW Sulzburger Str. 18

Zeitzeugen berichten, Musik- Essen und Trinken zu bezahlbaren Preisen

Gemeinsam wollen wir auf die damalige Zeit zurückblicken, Erinnerungen teilen und die Menschen würdigen, die sich für den Erhalt der Stadtbau eingesetzt haben. Vor allem wollen wir diesen gemeinsamen Erfolg feiern.

Doch das Jubiläum soll nicht nur ein Rückblick sein. Es soll zugleich ein Auftakt sein, das Thema Wohnen in Freiburg wieder stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte zu rücken. Denn die Frage nach bezahlbarem und sozialem Wohnen ist heute mindestens genauso aktuell wie damals.

Wir wollen deshalb auch nach vorne schauen: Was können wir aus dem damaligen Erfolg mitnehmen? Und was braucht es heute und in Zukunft für eine soziale Wohnungspolitik in Freiburg?

Neben kurzen Beiträgen, einem Film, Musik und Gesprächen soll ausreichend Zeit für Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern bleiben.

Alle sind herzlich willkommen – egal ob damals schon dabei, heute engagiert oder einfach interessiert.

Wir freuen uns darauf, mit euch und Ihnen zu feiern, zurückzublicken und gemeinsam den Blick nach vorne zu richten!

Wohnen – Ein Menschenrecht. Wohnungsnot und (k) ein Ende in Sicht? | Mi. 18.11. 18 Uhr KH Freiburg Karlstraße 63 AULA 3000

Es geht darum verschieden Gruppen [Wohnungslose (freiebürger), Flüchtlinge (Aktion Bleiberecht), Erwerbslose / Prekariat (friga), Studierende, Wohnen und Gesundheit (Poliklinik)] zu Wort kommen zu lassen. Wir können wir uns gegenseitig unterstützen und die Wohnungsfrage zu unserem Gunsten verändern.

Einladung zum Erzählcafé – 20 Jahre Bürgerentscheid aus Sicht der Sozialen Arbeit

Wann | Di. 5.5. 19-21 Uhr

Wo | Evangelische Hochschule, Raum A1/A2 (Bugginger Straße 38)

Kurzinterview: „Ohne Wohnungen ist die Soziale Arbeit schwierig“

Vor 20 Jahren haben viele Freiburgerinnen und Freiburger gemeinsam Mut bewiesen. Mit großem Engagement, unzähligen Gesprächen und viel Herzblut setzten sie sich erfolgreich dafür ein, dass die Freiburger Stadtbau (FSB) in öffentlicher Hand blieb. Dieser Bürgerentscheid war mehr als eine Abstimmung – er war ein starkes Zeichen für Solidarität, bezahlbaren Wohnraum und das Recht der Stadtgesellschaft, über ihre Zukunft mitzuentscheiden.

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Trump will Stadtbau kaufen

„Einen guten Deal für alle“, nannte US-Präsident Donald Trump in seinem Onlinedienst Truth Social, den anvisierten Kauf der Freiburger Stadtbau GmbH. 2006 war die Übernahme der rund 10.000 städtischen Wohnungen in Freiburg durch die US-amerikanischen „Fortress Investment Group LLC“, wegen der dreisten Bürgerbeteiligung mit einem „fucking Bürgerentscheid“ gescheitert. Jetzt sei es höchste Zeit einmal gründlich aufzuräumen!
Die deutschen Kommunen jammerten, sie hätten kein Geld. „That’s crazy“, kommentierte der Präsident, der auch das Treiben linksextremistischer Kräfte unter dem Vorwand, das Menschenrecht auf Wohnen sichern zu wollen, lautstark eine Enteignung großer Immobilienunternehmen (z.B. Vonovia), fordern, als „ puppet show“ bezeichnete. Es finge damit an, Mietstopp oder sogar Mietsenkungen zu fordern, um am Ende die Freiheit des Marktes ganz in Frage zu stellen. So einen „bullshit“ werde er nicht länger dulden.

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16.1.2026 – Schöner Wohnen in Baden-Württemberg!? Herausforderungen und Handlungsansätze für bezahlbaren Wohnraum

16.1.2026 - Schöner Wohnen in Baden-Württemberg!?
Herausforderungen und Handlungsansätze für bezahlbaren WohnraumFreitag, 16. Januar 2026 | 19-21 Uhr | Gewerkschaftshaus Freiburg (Friedrichstr. 41-43)

Wie in ganz Deutschland stehen auch in Baden-Württemberg die Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt im Zentrum gesellschaftlicher Debatten. Die Preise für Mieten und Wohnen sind in den letzten Jahren stark gestiegen, bezahlbarer Wohnraum wird knapper und der Zugang zu Wohnen ungleicher. Das Pestel-Institut hat 2024 für das Bundesland Baden-Württemberg den bundesweit größten Fehlbestand von Sozialwohnungen berechnet – über 200.000 Sozialwohnungen fehlen im Südwesten.
Doch obwohl das Wohnen seit einiger Zeit in Politik und Medien als eine zentrale „soziale Frage unserer Zeit“ bezeichnet wird, gelingt es der staatlichen Politik bisher nicht, die Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt umzukehren. Zwischen der medialen Aufmerksamkeit und den Ankündigungen von Politiker:innen auf der einen und den spürbaren Folgen einer Wohnungsnot/verschärften Konkurrenz auf dem Mietmarkt auf der anderen Seite klafft eine große Lücke.
Die Humangeografin Dr. Johanna Betz hat die Struktur des Wohnungsmarktes im Südwesten im Rahmen einer Studie im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg empirisch untersucht und gibt erste Einblicke in ihre Ergebnisse. Gemeinsam mit Freiburger stadtpolitischen Initiativen und lokalen Akteuren werden etablierte und alternative Handlungsansätze für bezahlbaren Wohnraum in Baden-Württemberg diskutiert.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg, Gemeinderats-Fraktion EINE STADT FÜR ALLE, DGB Stadtverband Freiburg, DGB Jugend Südbaden und Wohnen ist Menschenrecht

„Sozialer Wohnungsbau – wie er in Freiburg entstand“ 27.3.25, 19h