Schlagwort-Archiv: Stadtbau (FSB)

Keine Mieterhöhungen in Weingarten!

Wir, die Anwesenden auf der Mieterversammlung am  Donnerstag, 26. August 2010, erklären:

Keine Mieterhöhungen in Weingarten !

Mindestens 650 Mieterinnen und Mietern haben vorläufig keine Zustimmung  zur Erhöhung ihrer Mieten durch die Freiburger Stadtbau erteilt. Einen  ähnlichen bürgerlichen Widerstand gab es im Vorfeld einer ausgesprochenen  Mieterhöhung noch nie.
Wir legen uns ja nicht quer, weil wir gerade lustig sind, sondern weil  viele Mieterinnen und Mieter durch eine Mieterhöhung in ihrer Existenz  gefährdet sind, ausziehen oder Sozialhilfe beantragen müssten. Weiterlesen

RDL | Städtische Wohnungsbaugesellschaft kündigt Mieterhöhungen an

Die Freiburger Stadtbau ist eine, zu deren vorrangigen Aufgaben es gehört, „den Freiburgern ausreichend bezahlbaren und attraktiven Wohnraum zur Verfügung zu stellen“.

Mehreren hundert Mieterinnen und Mietern in den Stadtteilen Weingarten und Stühlinger wurde unlängst eine Mieterhöhung zum 1. September bzw. zum 1. Oktober 2010 angekündigt.

Volker Hug, Vorsitzender des Mieterbeirats der Stadtbau

RDL-Interview zum anhören.

BZ | Leserbrief: „Der Privatisierungszug lässt sich aufhalten“

Zum Bericht „Privatisieren und kassieren“ über den Plan der Firma Bauunion, die Hälfte ihrer etwa 100 Mietwohnungen im Quartier westlich der Merzhauser Straße als Eigentumswohnungen zu verkaufen.
Die Wohnungen in der Unterwiehre sind nicht mehr städtisch und schon bald zeigten sich die Folgen: keine Informationen mehr an die Mieter, nicht zulässige Mieterhöhungen. Beides ist für die Mieter nur auf dem Klageweg zu ändern. Die Mieter mussten gegen die Bauunion vor Gericht ziehen, weil sich diese nicht an den von ihnen angekündigten Sanierungsbeginn hielt. Dieses sind Sanierungen mit dem Ziel, die einen Wohnungen zu verkaufen und die anderen teurer zu vermieten – verloren gegangen sind schon jetzt sozial geförderter Wohnungsbau und bezahlbare Mieten für Menschen mit niedrigerem Einkommen.
Das Vorgehen der Bauunion führt nicht zu einer Mischung der „Mieterstruktur“, wie sie es von sich behaupten, sondern zur Verdrängung von Studenten, Auszubildenden und Geringverdienern. Weiterlesen

Debatte über Wagenburgen

Die Debatte über Wagenburgen in Freiburg wird immer dringlicher.

Der Baubeginn auf dem M1-Gelände in der Vauban, dort befindet sich zurzeit die Wagenburg ‚Kommando Rhino‘, soll im Mai 2011 stattfinden. Wo die dort lebenden Menschen dann wohnen können, ist immer noch nicht geklärt.
Die Möglichkeit dieser Wohn- und Lebensform steht nicht zuletzt ein Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 1996 entgegen, dieser verhindert weitere Plätze für eine derartige Nutzung. Die CDU-Fraktion lehnt, in einer aktuellen Stellungnahme, ein neues städtisches Gelände für Wagenburgen prinzipiell ab.

Simone Lutz stellte in der BZ (10.08.2010) folgende Fragen:

„Ist dieser Beschluss noch immer Konsens? Ist Wagenburg gleich Wagenburg? Gäbe es Kriterien, die eine Wagenburg erfüllen müsste, damit sie auf öffentlichen Flächen geduldet werden könnte? Schwierige Fragen. Eine Debatte darüber würde sich lohnen. In der Öffentlichkeit läuft sie sowieso.“

Mieterbeirat: Erhöhung unsozial

Der Mieterbeirat lehnt die Mieterhöhungen, wie sie die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) derzeit vornimmt und weiter plant, ganz klar ab. Die FSB, so deren Mieterbeirat, schreibe seit Jahren schwarze Zahlen und habe eine für kommunale Wohnungsunternehmen überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote. Mieterhöhungen in großem Stil seien daher betriebswirtschaftlich keinesfalls erforderlich. Freiburg habe in Deutschland im Verhältnis zum Einkommen bereits das höchste Mietniveau. Die Mieterhöhungen bei der FSB seien daher „unangebracht und sozial völlig unverträglich“. Der Mieterbeirat werde die betroffenen Mieterinnen und Mieter in ihrem Widerstand gegen die ungerechtfertigten und unsozialen Mieterhöhungen mit allem Nachdruck aktiv unterstützen. Außerdem fordert der Mieterbeirat der FSB, dass der Gemeinderat noch in diesem Jahr und der Aufsichtsrat der Stadtbau auf seiner Sitzung im November 2010 den Beschluss, dass bei der FSB die Mieten immer an die Obergrenze des Mietspiegels herangeführt werden sollen, aufheben. Die Stadtbau müsse als kommunales Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Beitrag gegen die viel zu hohen Mieten in Freiburg leisten.

Quelle: BZ 4.08.2010